Motorenöle von ADDINOL - reduzierter Kraftstoffverbrauch & erhöhte Leistung

Die Hochleistungs-Motorenöle von ADDINOL bieten zuverlässigen Verschleißschutz und ein ausgezeichnetes Start- und Warmlaufverhalten aufgrund optimierter Tieftemperatureigenschaften mit Leichtlaufcharakter. Neben Motorenölen für PKW und Transporter (auch Young- und Oldtimer) umfasst das Produktsortiment auch Motoröle für Nutzfahrzeuge und stationäre Anlagen, gemischte Fuhrparks, Marine und Schienenfahrzeuge sowie Motorräder (2- und 4-Takter) und Traktoren.

Unsere Qualitäts-Motorenöle besitzen mehr als 150 namentliche Freigaben und übertreffen zudem die Mindestanforderungen nationaler und internationaler Automobilhersteller. Dazu zählen zum Beispiel Mercedes-Benz, Porsche, Ford und die Volkswagen-Gruppe.

Funktionen von Motoröl auf einen Blick:

  • exzellente Motorsauberkeit durch ausgezeichnetes Reinigungsvermögen
  • zuverlässiger Schutz vor Verschleiß und Korrosion für lange Motorlebensdauer
  • ausgezeichnetes Start- und Warmlaufverhalten mit Leichtlaufcharakter
  • reduzierter Schadstoffausstoß
  • stabiler Schmierfilm bei allen Betriebsbedingungen
  • verbesserte Reibeigenschaften für niedrigen Kraftstoffverbrauch
  • geringer Ölverbrauch durch reduzierte Verdampfungsverluste
  • ausgezeichneter Rundum-Schutz für Katalysatoren und weitere Abgasnachbehandlungssysteme*

*bitte beachten Sie die Vorschriften Ihres Fahrzeugherstellers

Welches Motorenöl ist das richtige?

Sollten Sie sich fragen, welches Motorenöl das passende für Ihr KFZ ist, können wir Ihnen schnell weiterhelfen. Nutzen Sie einfach unseren Oil-Finder. Mit Hilfe Ihres Fahrzeugscheins oder über die Suche nach Ihrem Fahrzeug (Hersteller/Modellreihe/Baujahr/PS) empfehlen wir Ihnen das passende ADDINOL Hochleistungs-Motorenöl für Ihr Fahrzeug.

Ausschlaggebend bei der Auswahl des richtigen Motorenöls ist die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs. Der Hersteller macht hierzu Angaben zu Viskosität bzw. SAE-Klasse, zu Freigaben und Spezifikationen (ACEA, API). Diese finden Sie auch auf unseren Etiketten der jeweiligen Produkte. BMW, Ford, GM, Mercedes-Benz, Porsche, Renault, PSA und VW geben eigene Werksfreigaben für Motorenöle heraus. Auch für diese Fabrikate haben wir entsprechende Freigaben. Nutzen Sie im Zweifel den exzellenten und persönlichen Service unserer Anwendungstechnik. Wir beraten Sie gerne.

 

Motoröl wird bei einem Auto nachgefüllt
Ohne das richtige Motoröl kommt kein Auto in Schwung

Herstellung von Motoröl

Motoröle werden aus Erdöl gewonnen und mittels eines aufwändigen Raffinerieverfahrens extrahiert. Vorgänge wie Destillieren, Raffinieren, Cracken oder Synthese erzeugen verschiedene Grundöle, die zur Herstellung von Motoröl verwendet werden. Man unterscheidet dabei zwischen Mineralölen und Syntheseölen. Für Motoröl wird zumeist auf Syntheseöl zurückgegriffen, da dieses sehr alterungsstabil ist sowie bei hohen und tiefen Temperaturen über bessere Schmiereigenschaften verfügt.

Motoröl Zusätze (Additive)

Um der andauernden Belastung eines Motors im Betrieb gewachsen zu sein, reichen die Grundöle allein nicht aus, um das System ausreichend zu schützen. Dazu müssen dem Grundöl Additive beigemischt werden, damit es effektiv wirken kann. Der Anteil von Additiven im Grundöl kann bis zu 20% betragen. Additive sind öllösliche Zusätze, die dem Grundöl zusätzliche Eigenschaften verleihen, die es vorher nicht hatte. Damit wird gewährleistet, dass das Motoröl in höchster Belastung über einen möglichst langen Zeitraum einsatzfähig bleibt.

Laboranten mischen das perfekte Motoröl
Im Labor wird das richtige Mischverhältnis zwischen Grundöl und Additiven konzipiert

Additive für Motoröle können in Gruppen eingeteilt werden:

GruppeAdditivEigenschaft
OberflächenwirksamVerschleißschutz-AdditivSchützt Reibpartner vor Berührung und Abnutzung
OberflächenwirksamKorrosionsschutz-AdditivSchützt Metalle durch wasserabweisende Schicht vor Korrosion
OberflächenwirksamDetergent/DispersantBindet Ablagerungen/Schmutz und führt sie zum Filter
ÖlschützendAlterungsschutz-AdditivSchützt Öl vor Sauerstoffeinlagerung und entschleunigen Verfall
ÖlschützendMetalldeaktivatorSchützt Öl vor katalytischen Prozessen durch Abrieb von Metallen
ÖlschützendAntischaum-AdditivVerringert die Schaumbildung im Öl und den Sauerstoffeintrag
ÖlverbesserndViskosität-VerbessererOptimiert die Viskosität im Bereich der Grenztemperaturen (Kälte, Hitze)
ÖlverbesserndPourpoint-VerbessererSorgt für gute Schmiereigenschaften bei Kälte
ÖlverbesserndElastomeraufquellerSchützt Motorbauteile mit Elastomeren vor Zersetzung

Eigenschaften von Motorölen

Motoröle schmieren die mechanischen Bauteile in Motoren und trennen die beweglichen Bauteile voneinander. Dadurch wird der Verschleiß im Motor reduziert und für eine lange Lebensdauer gesorgt. Der Wirkungsgrad des Motors erhöht sich, was wiederum den Kraftstoffverbrauch reduziert. Damit tragen moderne Motoröle auch aktiv zur Emissionsreduzierung und zum Umweltschutz bei.

Motoröl Bezeichnungen und Normen

Motoröle werden durch verschiedene Institute klassifiziert. Daher existieren für Motoröle vielfältige Freigaben und Klassen, die bei der Auswahl eines Schmierstoffes im ersten Moment etwas verwirrend erscheinen mögen. Wir gehen zunächst auf die wichtigen Viskositätsklassen ein. In einem separaten Ratgeber erfahren Sie mehr über weitere Spezifikationen und Herstellerfreigaben von Motorölen.

Viskositätsklassen von Motorölen nach SAE

Die Viskosität beschreibt das Fließverhalten des Öles. Sie ist gewissermaßen der Widerstand eines Öles gegen dessen Verformung. Die Viskosität ist temperaturabhängig. Bei Kälte ist das Öl eher dickflüssig und bei Wärme dünnflüssig. Motorenöle werden in SAE-Klassen (Society of Automotive Engineers) eingeteilt. Die SAE-Klassen sind keine Leistungsanforderung, sondern dienen lediglich der Einteilung der Viskosität. Früher wurden im Winter niedrig viskose Öle wie SAE 10 oder SAE 20 verwendet. Im Sommer wurde auf ein höher viskoses Öl umgestellt. Diese Öle werden als Einbereichsöle bezeichnet. Moderne Mehrbereichsöle, wie ADDINOL Giga Light MV 0530 LL (SAE 5W-30), sind Ganzjahresöle. Sie schmieren zuverlässig in einem breiten Temperaturspektrum. Entscheidend dabei ist der Viskositätsindex (VI) eines Motoröles. Je höher der Wert ist, desto größer ist der Temperaturbereich, in dem ein Öl wirksam ist. Einbereichsöle haben beispielsweise einen VI von 100, Mehrbereichsöle haben einen VI bis zu 150.

Einbereichsöle vs. Mehrbereichsöle

TypVorteilNachteilAnwendung
EinbereichsölÖlviskosität bleibt lange stabil, langsame ÖlalterungStarke Temperaturabhängigkeit der Viskosität, Ermöglicht keine gute Schmierung in einem breiten TemperaturspektrumBei Rennsport, Oldtimern und Kraftfahrzeugen in Gegenden mit ganzjährig gleichbleibenden Temperaturen
MehrbereichsölGeringe Temperaturabhängigkeit der Viskosität, Gute Schmierung in einem breiten TemperaturspektrumSchnellere Ölalterung, Beschleunigter Verlust der ursprünglichen ViskositätBei modernen Kraftfahrzeugen in Gebieten mit hohen Temperaturschwankungen

Die Einbereichsöle werden in Sommer- und Winteröle unterteilt, je nach Temperaturbereich, in dem sie wirken sollen. Sommeröle werden in den SAE-Klassen 8-60 angegeben. Entscheidend dabei ist die Fließfähigkeit des Motoröls bei 100 °C. SAE 8 ist sehr dünnflüssig, SAE 60 dickflüssig. Die Angabe der Viskosität bei 100 °C erfolgt in mm²/s. Die Winteröle reichen von den Viskositätsklassen 0W (das „W“ steht für Wintereignung) bis 25W. Öle mit 0W sind vergleichsweise dünnflüssig, die 25W-Öle eher dickflüssig. Die Einteilung der Motoröle erfolgt in dem Fall nach der tiefsten Temperatur, bei der sie noch pumpbar sind. Die Mehrbereichsöle decken, wie der Name schon sagt, mehrere Temperaturbereiche ab und vereinen die Stärken der Sommer- sowie Winteröle. Sie sind sowohl für hohe und tiefe Einsatztemperaturen geeignet. Als Additive sind Viskosität-Verbesserer beigemischt. Die Bezeichnungen der SAE-Klassen setzen sich aus der Niedrigtemperatur-Viskosität und der Hochtemperatur-Viskosität zusammen. Beispiel: SAE 5W30 ist eine Kombination aus SAE 5W und SAE 30.

Überblick über gängige Viskositätsklassen bei Motorölen:

Einbereichsöl - SommerViskosität bei 100 °C (Low-shear rate)
SAE 84,0 - 6,0 mm²/s
SAE 125,0 - 7,0 mm²/s
SAE 166,1 - 8,1 mm²/s
SAE 206,9 - 9,2 mm²/s
SAE 309,3 - 12,4 mm²/s
SAE 4012,5 - 16,2 mm²/s
SAE 5016,3 - 21,8 mm²/s
SAE 6021,9 - 26,0 mm²/s
Einbereichsöl - WinterTiefsttemperatur, bei der das Öl pumpbar ist (nach SAE J 300)
SAE 0W-40 °C
SAE 5W-35 °C
SAE 10W-30 °C
SAE 15W-25 °C
SAE 20W-20 °C
SAE 25W-15 °C
Relevante MehrbereichsöleNiedrigtemperatur-Viskosität + Hochtemperatur-Viskosität
SAE 0W20SAE 0W + SAE 20
SAE 5W20SAE 5W + SAE 20
SAE 0W30SAE 0W + SAE 30
SAE 5W30SAE 5W + SAE 30
SAE 10W30SAE 10W + SAE 30
SAE 0W40SAE 0W + SAE 40
SAE 5W40SAE 5W + SAE 40
SAE 10W40SAE 10W + SAE 40
SAE 15W40SAE 15W + SAE 40
SAE 5W50SAE 5W + SAE 50
SAE 10W50SAE 10W + SAE 50
SAE 20W50SAE 20W + SAE 50
SAE 10W60SAE 10W + SAE 60

Dynamische Viskosität vs. Kinematische Viskosität

Die Viskosität von Motorölen wird in Fachkreisen auch mittels dynamischer und kinematischer Viskosität beschrieben. Die dynamische Viskosität behandelt die oben beschrieben Winteröle, die bei tiefen Temperaturen noch pumpbar sein müssen. Dabei gilt, dass das Öl dünnflüssiger wird, je kleiner die Zahl vor dem W ist. Das hat wiederum einen positiven Effekt auf das Kaltstartverhalten des Motors im Winter.

Ist von kinematischer Viskosität die Rede, spricht man von den Sommerölen. Die Klassen definieren die Fließfähigkeit des Motoröls in Zusammenhang mit dessen Dichte bei einer bestimmten Temperatur (100 °C). Je höher die Zahl der SAE-Klassen wird, desto dickflüssiger ist das Öl.

Darstellung SAE Klassen Motoröl
Überblick über gängige SAE-Klassen nach definierten Kenngrößen

Was Sie beachten müssen:

Welche Viskositätsklasse der Motor eines Fahrzeugs benötigt, wird vom Hersteller vorgegeben. Füllen Sie nur Öl der Viskositätsklasse in den Motor, für die dieser freigegeben ist. Sonst kann der benötigte Öldruck im Motor nicht aufgebaut werden. Ein Überdruck kann die Motordichtungen zu stark belasten und schädigen. Der Motor könnte undicht werden und Öl nach außen gelangen. Zu wenig Druck hat eine mangelhafte Schmierung im Motorraum zur Folge, was zu einem erhöhten Verschleiß führt.

Motoröl im Winter

Für den Winter müssen PKW- oder Motorradfahrer normalerweise kein spezielles Öl einfüllen, um den Motor bestmöglich zu schmieren. Sollten Sie bereits ein Mehrbereichsöl mit der Klassifikation 5W30 oder 10W40 nutzen, ist Ihr Motor für die Kältebereiche in Mitteleuropa bestens präpariert. Motoröle mit der dynamischen Viskosität 5W schützen bis -35 °C, Öle mit 10W bis -30 °C. Motoröle mit 0W versorgen den Motor selbst bei -40 °C Außentemperatur noch mit ausreichend Schmierstoff. Wenn Sie also nicht vorhaben, in die kältesten Regionen der Welt vorzustoßen, sollte Ihr Kraftfahrzeug bestens für den Winter vorbereitet sein.

Allerdings wird empfohlen, das Auto bei extremer Kälte nicht sofort auf Hochtouren zu fahren. Das Öl ist im kalten Zustand immer etwas dickflüssiger und muss sich erst im Betrieb erwärmen, um an alle Schmierstellen zu gelangen. Das geschieht jedoch binnen weniger Kilometer. In den ersten Kilometern sollte die Drehzahl nicht über 2.500 gehen. Ältere PKWs (Oldtimer und Youngtimer) benötigen gelegentlich noch einen saisonalen Ölwechsel, da sie Mehrbereichsöle nicht vertragen. Dann muss im Winter natürlich ein wintergeeignetes Einbereichsöl eingefüllt werden.

Motorenöle Unterschiede und Sonderformen

Eine Vielzahl der Privatkunden benötigt hauptsächlich Mehrbereichsöl für den PKW. Jedoch gibt es auch bei diesen Ölen mehrere Sonderformen, über die wir aufklären möchten. Zudem werden Motorenöle auch in Motorrädern, Traktoren oder Oldtimern benötigt. Auch diese Besonderheiten werden anbei aufgeklärt.

Leichtlauföl

Leichtlauföle bestehen aus niedrig-viskosen Motorölen (synthetisch oder teilsynthetisch) und speziellen Additiven, die die Schmiereigenschaften verbessern. Im Motor garantieren sie geringe mechanische Reibungsverluste und sparen somit Kraftstoff. Das kann je nach Fahrweise 2%-6% Ersparnis bewirken. Besonders wenn der Motor noch kalt ist und nicht auf Hochtouren fährt (Stadtverkehr) sinkt der Spritverbrauch dank Leichtlauföl. Trotz der niedrigen Viskosität ist eine ausreichende Schmierung des Motors auch bei hoher Belastung gegeben. Viele Mehrbereichsöle (gerade die mit Tieftemperatur-Viskosität 0W oder 5W) werden als Leichtlauföl produziert, da sie auch bei Kälte dünnflüssig sein müssen. Ob ein Motor Leichtlauföl verträgt, steht in den Herstellerangaben. Sollte der Motor eine 0W- oder 5W-Freigabe haben, kann er mit Leichtlauföl betrieben werden.

Leichtlaufmotorenöl 5W30, VW, BMW, Mercedes-Benz, Porsche
Leichtlaufmotorenöl mit Spezifikation SAE 5W30 von ADDINOL

Longlife-Öl

Longlife-Öl wird speziell für Kraftfahrzeuge mit Longlife-Service konzipiert, deren Motoren auf verlängerte Ölwechselintervalle ausgelegt sind. Es ist ein Syntheseöl mit Leichtlaufcharakter, typischerweise in den Bereichen 0W-30 und 0W-40. Das Öl ist besonders alterungsstabil und kann bei schonender Fahrweise länger betrieben werden, als es in gängigen Ölwechselintervallen (z.B. aller 20.000 Kilometer) der Fall ist. Die Ölwechselintervalle bewegen sich dann zwischen 50.000 und 60.000 Kilometern je nach Fahrzeugtyp. Loglife-Öl ist zwar teurer als normales Motorenöl, aber die Kosten amortisieren sich durch die längernen Wechselintervalle.

Die Ölwechselintervalle werden durch einen Boardcomputer berechnet. Der Computer misst verschiedene Parameter und errechnet daraus die verbleibende Zeit, bzw. die verbleibenden Kilometer bis zum nächsten Ölwechsel. Gemessen wird dabei Benzinverbrauch, Ölstand, Öltemperatur, Geschwindigkeit, Beschleunigungs-/Bremsverhalten und Drehzahl. Longlife-Öl darf niemals mit herkömmlichen Mehrbereichsölen gemischt werden. In dem Fall können die langen Wechselintervalle nicht eingehalten werden. Der Boardcomputer müsste auf feste Wechselintervalle umprogrammiert werden.

Longlife Motoröl, Mercedes-Benz, MAN, Volvo, Renault
Longlife Motorenöl nach Spezifikation SAE 10W40 von ADDINOL

Motoröl für LKWs

Motoröle müssen in LKW-Motoren höheren Belastungen standhalten, als es in PKW-Motoren der Fall ist. Die Viskositäten von LKW-Motorenölen sind zumeist höher als bei PKW. SAE-Klassen im Hochtemperaturbereich von 40, 50 oder 60 sind gebräuchlich. Erst mit den neueren Motorengenerationen halten auch Leichtlauföle mit SAE 5W30 Einzug in LKW-Motoren. Für die Freigabe gelten die Herstellspezifikationen sowie die ACEA-Sequenzen E4, E6, E7 und E9. Auch für LKWs gibt es teils OEM-Spezifikationen. Die bekanntesten Spezifikationen kommen von Volvo, Scania, Mercedes-Benz, Renault und MAN.

Motoröl für Motorräder

Das Motoröl muss bei Motorrädern anderen Ansprüchen gewachsen sein, als bei PKWs. Motorräder laufen bei höheren Drehzahlen als Autos. Zudem werden die Motoren zumeist mit Luft und nicht mit Wasser gekühlt. Das Öl versorgt neben dem Motor auch Getriebe und Kupplung in einem Kreislauf. Durch das Getriebe ist das Öl einer höheren Scherkraft ausgesetzt als in einem PKW. Daher benötigen Motoröle für Motorräder spezielle Additivmischungen, um der Belastung gewachsen zu sein. Hochdruck-Additive (EP-Additive) schaffen in dem Fall Abhilfe. Motorräder mit Ölbadkupplungen vertragen keine Additive zur Reibwertminderung wie sie in Leichtlaufölen vorhanden sind. Dadurch steigt die Gefahr, dass die Kupplung durchrutscht. Achten Sie daher auf die Herstellerfreigaben vor dem Ölkauf.

Motorräder können mit Syntheseöl betrieben werden, jedoch nicht auf den ersten 2.000 Kilometern. Beim Einfahren eines Motorrads sollte Mineralöl verwendet werden, damit sich die beweglichen Teile aneinander anpassen können. Danach kann auf Syntheseöl umgestellt werden.

Motoröl für Traktoren

Moderne Traktoren haben zumeist separate Ölkreisläufe für Motor, Getriebe und Kupplung, weshalb die Anforderungen an ein Motoröl denen für PKWs ähneln. Ältere Traktoren mit einem Ölkreislauf für Motor, Kupplung und Getriebe benötigen Universalöle, die nicht mit herkömmlichen PKW-Ölen vergleichbar sind. Die Öle haben zumeist Eigenschaften von Getriebe- und Hydraulikölen.

Aktuell werden die Multifunktionsöle durch die Standards UTTO (Univeral Tractor Transmission Oil) und STOU (Super Tractor Oil Universal) klassifiziert.

  • Öle mit der Bezeichnung UTTO können für Getriebe, Nassbremsen und Hydraulik gleichzeitig eingesetzt werden. Diese eignen sich jedoch nicht für den Motor. Motoröl muss separat eingefüllt werden.
  • Öle mit der Bezeichnung STOU schmieren Motor, Getriebe, Nassbremsen und Hydraulik gleichzeitig. Sie kommen bei modernen Traktoren zum Einsatz.

Im Gegensatz zu PKWs wird das Öl in Traktoren nicht nach einer bestimmten Anzahl von gefahrenen Kilometern gewechselt, sondern nach Betriebsstunden. Ein Ölwechsel aller 500 Betriebsstunden ist gebräuchlich.

Motoröl für Oldtimer

Oldtimer mit H-Kennzeichen benötigen oft spezielle Schmierstoffe, die keinesfalls pauschalisiert werden können. Lassen Sie sich in dem Fall von Experten wie aus unserer Anwendungstechnik beraten, damit Sie nicht auf das falsche Öl setzen. Generell benötigen Oldtimer selten die aktuell gebräuchlichen Mehrbereichsöle. Oldtimer werden zumeist nur im Sommer gefahren, fahren nicht mehr als 5.000 Kilometer im Jahr und haben keinen Katalysator. Manche Oldtimer verfügen nicht einmal über einen Ölfilter. Die Verbrennungsrückstände lagern sich in der Ölwanne ab. Füllt man in diese Motoren legierte Öle mit Dispersants und Detergents (oberflächenwirksame Additive) ein, werden die Ablagerungen gelöst und dem Ölkreislauf zugeführt. Erhöhter Verschleiß und ein Motorschaden sind die Folgen. Moderne Öle sind zu dünn für die alten Motoren. Außerdem können die Additive Dichtungsmaterialien wie Ledermanschetten, Korkdichtungen und Filzdichtringe austrocknen. Diese können dann den Schmiersto­ff nicht mehr einschließen, was wiederum ein Auslaufen des Öls aus dem Motorraum zur Folge hat. Die Wahl des richtigen Motoröls unterliegt folglich einigen Variablen.

Neuere Oldtimer, die jünger als 30 Jahre sind, vertragen zumeist schon die modernen Mehrbereichsöle. Informieren Sie sich dennoch vor dem Ölkauf über das empfohlene Öl.

Motorenöle mischen

Grundsätzlich können Motoröle verschiedener Hersteller, egal ob synthetisch oder mineralölbasisch, untereinander gemischt werden. Das ist jedoch nur im Notfall zu empfehlen, wenn der Ölstand niedrig ist und ein Motorschaden droht. Denn die Vermischung unterschiedlicher Öle senkt im Zweifel die Qualität des Originalprodukts herab. Die Additivierung kann beispielsweise unterschiedlich sein, was unvorhersehbare Langzeiteffekte bewirken kann. Vermischt sich Mineralöl mit Syntheseöl, vermindert sich die Leistungsfähigkeit des Syntheseöls, da Mineralöl einen viel niedrigeren Viskositätsindex hat.

Sollten Sie dennoch Öle verschiedener Hersteller kombinieren wollen, achten Sie auf folgende Eckpunkte, um größere Probleme auszuschließen:

  • Beide Öle müssen vom Hersteller des KFZs freigegeben sein
  • Beide Öle sollten entweder mineralisch oder synthetisch sein
  • Beide Öle sollten dieselbe Viskosität haben (SAE-Klasse)
  • Besitzt der Motor Freigaben für verschiedene SAE-Klassen, lassen sich auch unterschiedliche Öle mischen, z.B. 5W30 und 5W40

ADDINOL empfiehlt das Mischen verschiedener Öle nicht. Probieren Sie gern verschiedene, freigegebene Öle in Ihrem Motor aus, aber erst nach einem Komplettwechsel des Altöls. So schließen sich unangenehme Begleiterscheinungen aus und Sie können die Leistungsfähigkeit des neuen Öles in Gänze einschätzen. Sind Sie durch einen Notfall (extrem niedriger Ölstand) gezwungen, Motoröle zu mischen, führen Sie zur Sicherheit zeitnah einen kompletten Ölwechsel durch.

Motoröl nachfüllen

Motoröl ist nichts anderes als ein Verschleißteil. Die Menge des Öls nimmt je nach Betriebsdauer stetig ab. Schuld daran sind thermische und mechanische Effekte. Das Öl verdampft durch Hitze, zersetzt sich durch Oxidation oder altert durch Abnutzung der Additive. Um sicherzustellen, dass der Motor richtig geschmiert wird, ist eine regelmäßige Kontrolle des Ölstandes sinnvoll. Empfohlen wird die Kontrolle aller 1.000 Kilometer. Sie sollten spätestens reagieren, wenn die Motorleuchte Ihres KFZs gelb aufblinkt. Ist der Ölstand tatsächlich zu niedrig, füllen Sie die benötigte Menge des bereits eingefüllten Motoröls nach. Die Vermischung verschiedener Öle empfehlen wir Ihnen, wie zuvor beschrieben, nicht. Sollten Sie Ihren Ölwechsel nicht selbst durchführen, lassen Sie sich von der Werkstatt Ihres Vertrauens stets das Öl nennen, welches neu eingefüllt wurde. Sie können natürlich auch vorgeben, welches Motoröl verwendet werden soll.

Motoröl nachfüllen im Motorrad, Ölwechsel
Ist der Ölstand zu niedrig, sollte Öl nachgefüllt werden

Ölverdünnung - Motorenöl riecht nach Benzin

Bei der Messung des Ölstandes kann es dazu kommen, dass das Öl einen Geruch nach Benzin aufweist. Das tritt nur dann auf, wenn sich Benzin ins Motorenöl mischt und es zur sogenannten Ölverdünnung kommt. Die Ölverdünnung ist ein unerwünschter Effekt, der vor allem bei Benzinmotoren auftritt, aber auch Dieselmotoren sind davon betroffen. Kraftstoff setzt sich bei Kaltstart an den Zylinderwänden ab und wird über den Kolbenring ins Öl eingetragen. Es kommt zu einer Vermischung von Öl und Kraftstoff. Da das Öl im Motor zumeist eine Temperatur von 80-100 °C annimmt, wird der Kraftstoff nicht komplett verbrannt. Teile des Kraftstoffs verbleiben im Schmierstoff und verdünnen ihn immer weiter. Der Ölstand kann dadurch langsam ansteigen.

Verstärkt wird der Effekt durch das Fahren von vornehmlich Kurzstrecken, besonders bei kalten Außentemperaturen. Der Motor wird oft kalt gestartet und erreicht selten die optimale Betriebstemperatur. Dadurch sammelt sich viel Kraftstoff im Öl an. Sollten Sie also viele Kurzstrecken fahren müssen, ist es immer ratsam, das Fahrzeug auch einmal über längere Strecken zu bewegen und hochtouriger zu fahren. Dann können die Rückstände des Kraftstoffes besser verbrennen. Denn ein zu starker Kraftstoffeintrag im Öl führt zu Mangelschmierung. Die Viskosität des Öls verändert sich und der optimale Öldruck kann nicht mehr aufgebaut werden. Die Folge ist im schlimmsten Fall ein Motorschaden. Ein weiterer Grund für eine Ölverdünnung kann ein defekter Thermostat im Kühler sein. Wenn dieser den Motor zu stark herunterkühlt, setzt sich ebenfalls zu viel Kraftstoff an den Zylinderwänden ab.

Messstände Ölmessstab Auto

Darstellung eines Ölmessstabes mit verschiedenen Füllstanden: Leer (links), Ölstand niedrig (2.v.l.), Ölstand normal (2.v.r.), Ölstand zu hoch (rechts) könnte auf Ölverdünnung schließen

Motoröl wechseln

Da sich Motoröl mit fortwährender Betriebsdauer abnutzt, muss es in regelmäßigen Intervallen komplett gewechselt werden. Die Fristen werden vom Fahrzeughersteller vorgegeben. Ein reines Nachgießen des Öles genügt auf Dauer nicht, um es funktional zu halten. Im Öl werden z.B. regelmäßig Schmutzpartikel eingetragen, die das Öl durch Additive in Schwebe hält. Sind jedoch alle Additive gebunden, setzt sich der Schmutz im Motor ab und sorgt für Verschleiß. Auch so verändert das Öl durch Sauerstoff- und Wassereintrag seine Eigenschaften und kann auf Dauer nicht mehr wie vorgegeben wirken. Eine natürliche Ölalterung tritt ein.

Es gibt keine pauschale Aussage, wann ein Motoröl gewechselt werden muss. Achten Sie auf die Herstellerangaben. Bei PKWs variiert das Wechselintervall beispielsweise je nach Marke und Baujahr zwischen 15.000 und 30.000 gefahrenen Kilometern.

Ist Ihnen der Ölwechsel in der Werkstatt zu teuer, können Sie den Ölwechsel natürlich selbst durchführen. Lassen Sie dazu bei Ihrem Fahrzeug das Öl aus der Ölwanne ab. Die Schraube zum Öffnen befindet sich logischerweise am tiefsten Punkt der Ölwanne. Stellen Sie unter die Auslaufstelle auf jeden Fall einen bruchsicheren Behälter, um das Altöl aufzufangen und Umweltschäden zu vermeiden. Schließen Sie danach die Ölwanne wieder und füllen Sie das neue Öl am Motorblock ein.

Ölwechsel beim Motorrad, Motoröl wird in Auffangschüssel abgelassen
Ein Ölwechsel kann bei Motorrad oder PKW auch selbst durchgeführt werden

Unser Tipp zum Ölwechsel:

Möchten Sie den Motor vor dem Ölwechsel einmal richtig durchspülen und von allen Schmutzpartikeln befreien, wäre eine Motorreinigung das Richtige. ADDINOL bietet dazu das Flushing Oil Super an. Nach korrekter Anwendung fließt das Altöl besser ab und hinterlässt weniger Rückstände im Motor.

Motoröl entsorgen

Nach dem Ölwechsel bleibt nur noch die Frage: Wohin mit dem Altöl? Grundsätzlich gilt: Wer Öl verkauft, ist gesetzlich dazu verpflichtet, die gleiche Menge Altöl kostenlos zurückzunehmen und zu entsorgen. Bewahren Sie beim Ölkauf den Kassenbon auf und bringen Sie das Altöl zurück zum Händler. Dazu füllen Sie das Öl bitte in ein bruchsicheres Gefäß. Sollte Öl beim Transport auslaufen und ins Grundwasser gelangen, können enorme Umweltschäden entstehen. Außerdem ist ein unsachgemäßes Entsorgen des Altöls mit hohen Bußgeldern verbunden. Wenn Sie das Öl nicht persönlich zum Händler bringen können, ist ein Versand per Post in einem abgedichteten Paket ebenfalls möglich. Viele Kommunen haben zudem Altöl-Sammelstellen in Wertstoffhöfen oder Mülldeponien, die das Öl annehmen. Dort können je nach Abgabemenge aber Kosten entstehen. Achten Sie darauf, dass das Öl nicht mit Fremdstoffen wie Bremsflüssigkeit oder Kühlflüssigkeit vermischt ist. Dann kann es sein, dass das Gemisch nur in Sonderabfallanlagen entsorgt werden darf. Tankstellen bieten teilweise ebenso eine Altölentsorgung an. Sprechen Sie den jeweiligen Betreiber an, wie und wo das möglich ist.

Auch wenn es etwas umständlich ist, nehmen Sie der Umwelt zuliebe die Mühe in Kauf. Die Rückgabe des Altöls hat zudem einen weiteren positiven Effekt. Das Altöl kann durch chemische Verfahren wiederaufbereitet und erneut verwendet werden. In Zeiten sinkender Erdölvorkommen lassen sich somit große Mengen des wertvollen Rohstoffes recyclen.

Altöl wird in einen Ölkanister geschüttet
Altöl muss fachgerecht entsorgt werden