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Turbinenöle von ADDINOL

ADDINOL Turbinenöle wurden speziell für den Einsatz in Wasser-, Gas- und Dampfturbinen (mit und ohne Getrieben), für Turboverdichter und Getriebekompressoren (Turbine Oil MT Reihe) und moderne Turboaggregate entwickelt. Sie überzeugen durch ihre sorgfältig ausgewählten, hochwertigen Grundöle und optimal abgestimmten, zinkfreien Additive. Vor allem beim Einsatz von Turbinen in Kraftwerken ist der zuverlässige Betrieb entscheidend. Störungen, Ausfälle und ungeplante Stillstandzeiten gefährden die Versorgungssicherheit und können enorme Kosten verursachen. Nutzen Sie ADDINOL Turbinenöle, um lange Laufzeiten von Anlagen und Schmierstoffen zu gewährleisten sowie Zeitaufwand und Kosten für Wartung und Ölwechsel zu minimieren.

Welche Vorteile bieten Turbinenöle von ADDINOL?

  • gezielt entwickelt in Kooperation mit führenden OEM
  • optimaler Einsatz bei höchsten thermischen Belastungen und extremen Bedingungen
  • ausgezeichnete Alterungsstabilität aufgrund hochwertiger Basiskomponenten
  • wirksame Verhinderung von Ablagerungen auf Basis höchster thermischer Stabilität
  • zuverlässiger Schutz aller Komponenten vor Verschleiß
  • ausgezeichnetes Luft- und Wasserabscheidevermögen
  • maximale Energieeffizienz durch sichere und zuverlässige Schmierung
  • höchste Betriebssicherheit und störungsfreier Betrieb ohne Leistungsabfälle
  • wirksame Verhinderung von Schaumbildung, Rost und Korrosion
  • längste Ölwechselintervalle
  • exzellenter, persönlicher Service durch unsere Anwendungstechnik

Wissenswertes über Turbinenöle

Zusammensetzung von Turbinenölen

Welche Anforderungen werden an Turbinenöle gestellt?

Turbinen sind Strömungsmaschinen, die mithilfe eines Arbeitsmediums mechanische Energie an die anzutreibende Maschine abgeben. In einer Turbine existieren viele Schmierstellen, die hydrodynamische Bedingungen aufweisen. Die Lager der Turbinen sind hydrostatisch und verhindern Mischreibung. Dadurch können Turbinenöle lange eingesetzt werden. Das geschieht bei hoher Temperatur, Geschwindigkeit und ggf. Feuchtigkeit. Die Turbinenöle müssen dabei verschiedene Komponenten schmieren und als Hydrauliköl, Lagerschmieröl, Getriebeöl sowie als Kühlfluid funktionieren.

Was zeichnet Turbinenöle aus?
Wie sind Turbinenöle zusammengesetzt?

Additive im Turbinenöl

Im Allgemeinen sind Turbinenöle schwach additiviert. Die Grundölqualität entscheidet über die Leistungsfähigkeit eines Turbinenöls. Dennoch kann auf die Zugabe von Additiven nicht gänzlich verzichtet werden. Wichtige Additive im Turbinenöl sind:

  • Alterungsschutz-Additive
  • Korrosionsschutz-Additive
  • Verschleißschutz-Additive (bei Turbinen mit Getriebe)
  • Demulgatoren (Erhöhung der Wasserabscheidung)
  • Schauminhibitoren (Verhinderung der Schaumbildung)
Schaumbildung im Öl durch Lufteintrag
Schaumbildung im Öl – links Öl mit starker Schaumneigung, rechts Öl mit geringer Schaumneigung

Standards für Turbinenöle

Die Mindestanforderungen an Turbinenöle werden in Deutschland von der DIN in Norm 51515-1 & 51515-2 definiert. Zudem geben die Hersteller der Turbinen Anforderungen an die Schmierstoffe vor, z.B. Siemens TLV 901304 und TLV 9013405.

DIN 51515-1 Ausgabe:2010-02 Schmierstoffe und Reglerflüssigkeiten für Turbinen - Mindestanforderungen - Teil 1: Turbinenöle TD für normale thermische Beanspruchungen
DIN 51515-2 Ausgabe:2010-02 Schmierstoffe und Reglerflüssigkeiten für Turbinen - Mindestanforderungen - Teil 2: Turbinenöle TG für erhöhte thermische Beanspruchungen

Grundlegende Anforderungen an einen Schmierstoff laut DIN 51515:

  • Ausgezeichnete Oxidationsstabilität
  • Gutes Korrosionsschutzverhalten
  • Exzellentes Wasserabscheidevermögen
  • Niedrige Schaumneigung
  • EP-Eigenschaften
  • Hohe Reinheit
  • Viskosität nach ISO VG 32 oder ISO VG 46 (Eignung für Gleitlager und Getriebe)
Wasser trennt sich von Öl
Turbinenöl muss sich schnell von Wasser trennen können

Aufgaben von Turbinenöl

Turbinenöle finden vor allem Anwendung in Gleitlagern und Getrieben von Dampf-, Gas- und Wasserturbinen. Darüber hinaus werden sie auch in Turboverdichtern eingesetzt.

Spezifische Einsatzgebiete von Turbinenölen sind:

  • Mit Gas und Dampf betriebene Turbinenkraftwerke
  • Gasturbinen in Blockheizkraftwerken
  • Mit Gas und Dampf betriebene Antriebsmaschinen, z.B. auf Schiffen
  • Wasserkraftwerke mit Turbinenanlagen
  • Antrieb von Pumpen, Verdichtern und Gebläsen
Offene Gasturbine
Innenansicht einer Gasturbine

Auswahl des Turbinenöls

Die Auswahl des richtigen Turbinenöls richtet sich stark nach dem Einsatzbereich. Turbinen werden mit Dampf, Gas oder Wasser betrieben und müssen auf den speziellen Fall abgestimmt sein. Wir beraten Sie gern.

Bei einer Dampfturbine wird eine Welle mit Schaufeln in mehreren Gleitlagern samt zylindrischen Gehäuse eingesetzt. Rund um das Gehäuse erzeugen Düsen unter hohem Druck Dampfströme, die auf die Schaufeln treffen. Ein Teil der Druckenergie wandelt sich in Geschwindigkeitsenergie um. Der beschleunigte und gerichtete Dampfstrahl strömt mit hoher Geschwindigkeit aus den Düsen, prallt auf die Laufschaufeln und durchströmt die Laufschaufelkanäle. Dieser Vorgang bringt das Laufrad zum Rotieren. Die kinetische Energie wird folglich in mechanische Arbeit umgewandelt.

Kondensationsturbinen geben den Dampf in Form von Wasser wieder zurück an den Heizkessel zur Erzeugung von neuem Dampf. Sie finden Verwendung bei dem Antrieb von Generatoren sowie für den Antrieb von Verdichtern und Pumpen. Turbinen mit gestreuter Entnahme geben den Dampf an die Umgebung oder einen Wärmetauscher ab. Der Dampf wird als Heizdampf, Produktionsdampf oder zur Speisewasservorwärmung genutzt. Anwendungsfälle sind Heizkraftwerke, Müllverbrennungsanlagen und chemische Produktionsanlagen.

Blick ins Tal zum Hoover Staudamm in Nevada, USA
Wasserturbinen kommen auch am Hoover-Staudamm nahe Las Vegas zum Einsatz

Überwachung des Zustands des Turbinenöls

Damit das eingesetzte Öl möglichst lange funktionsfähig bleibt, sollten einige Kennwerte des Turbinenöls kontinuierlich überprüft werden. Maßnahmen wie gewissenhafte Pflege, Überwachung und Wartung von Turbinenöl tragen zum Erreichen einer langen Gebrauchsdauer bei.

Wodurch kann Turbinenöl beschädigt werden?

Das Turbinenöl kann während des Betriebs durch folgende Ursachen geschädigt werden:

  • Oxidation: chemische Reaktion des Luftsauerstoffs mit dem Öl
  • Thermischer Abbau: chemische Veränderung des Grundöls samt Additiven durch hohe Temperaturen
  • Verunreinigungen: Eintrag von Wasser, Staub, Detergens und sonstigen Fremdstoffen ins Öl
  • Verbrauch der Additive: Additive zur Verhinderung von Wassereintrag, Schaumbildung und Oxidation werden im Einsatz verbraucht, ausgespült oder aus dem Öl herausgefiltert
Wie kann das Turbinenöl überwacht werden?

Ihr Ansprechpartner

Sara Schmorl

Dr. Sara Götze

Produktmanagerin Industrieschmierstoffe

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