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ADDINOL Hochleistungs-Schmierstoffe

ADDINOL bietet über 650 Hochleistungs-Schmierstoffe für Automotive und industrielle Anwendungen. Sie alle sind Konstruktionselemente auf dem höchsten Stand modernster Technik. Entwickelt mit unserem Know-how und in enger Zusammenarbeit mit international führenden OEM sind sie abgestimmt auf die neuesten Technologien und die Anforderungen unserer Kunden.

Unsere Hochleistungs-Schmierstoffe werden in Leuna/Deutschland entwickelt, produziert sowie weltweit versendet und bieten seit 1936 Qualität „Made in Germany“.

Industrieschmierstoffe für vielfältige Anwendungen

Im Industrie-Sektor weist ADDINOL von Gasmotorenölen, Industriegetriebeölen, Kettenschmierstoffen und Schmierstoffen für die Lebensmittelindustrie auch Turbinenöle, Hydraulikflüssigkeiten und Formentrennöle bis hin zu Sprays, Schmierfetten und Verdichterölen ein breites Produktsortiment auf.

Offene Turbine mit Blick auf die Technik
Konkreter Anwendungsfall in der Industrie: Turbinen brauchen eine gute Schmierung

Schmierstoffe für das Auto kaufen

Im Automotive-Bereich umfasst die Produktpalette Motorenöle (PKW, LKW und Motorräder), KFZ-Getriebeöle und KFZ-Funktionsflüssigkeiten sowie universelle Traktoröle, Automatikgetriebefluids und Schmierstoffe für Marine & Schienenfahrzeuge.

Zu unseren PKW Schmierstoffen gehören natürlich gängige Mehrbereichsmotorenöle in den SAE-Klassen 5w30, 10w40 oder 15w40. Diese wurden von führenden Herstellern wie BMW, VW oder Mercedes freigegeben.

Motoröl wird bei einem Auto nachgefüllt
Ohne das richtige Motoröl kommt kein Auto in Schwung

Wissenswertes über Schmierstoffe

Aufgaben | Herstellung | Zusammensetzung | Viskosität | Ölalterung | Entsorgung

Aufgaben von Schmierstoffen

Schmierstoffe jedweder Art haben zuallererst den Auftrag, Reibung in einem mechanischen Prozess zu verringern und zwei aufeinandertreffende Körper bestmöglich voneinander zu trennen. Dadurch wird ein guter Arbeitsprozess gewährleistet und unliebsame Nebenerscheinungen wie Verschleiß oder Hitzebildung verringert.

Treffen zwei Körper aufeinander, bilden sich mitunter kleinste Unebenheiten im Material, die für immer mehr Widerstand und Abnutzung zwischen den Reibpartnern sorgen. Schmierstoffe verlangsamen diesen Prozess deutlich und sorgen für eine längere Lebensdauer von z.B. Motoren, Getrieben oder Hydraulikanlagen.

Zusammengefasst sind die wichtigsten Aufgaben von Schmierstoffen:

  • Schmieren: Reduzierung von Reibung, Verschleiß verringern
  • Kühlen: Abführen der Reibungswärme der Gleitpartner
  • Schützen: Material vor Korrosion schützen
  • Sauberhalten: Schmutzpartikel und Verbrennungsrückstände zum Filter abführen
  • Transportieren: Additive dem Material zuführen
  • Abdichten: Feinabdichtung an kritischen Stellen
  • Kräfte übertragen: bei Servolenkung, Hydrauliken usw.
Getriebe mit viel Öl zur Trennung der Reibpartner
Schmierstoffe sollen die Reibpartner so gut wie möglich voneinander trennen

Herstellung von Schmierstoffen

Die Grundöle für die Schmierstoffproduktion werden aus Erdöl gewonnen. Das Erdöl besteht wiederum aus Kohlenwasserstoffverbindungen, die durch chemische Verfahren in einzelne Bestandteile zerlegt werden können. Mithilfe einer atmosphärischen Destillation werden aus dem Rohöl verschiedene Endprodukte gewonnen, die sich in bestimmten Temperaturbereichen abspalten. Durch erwärmen, verdampfen und kondensieren, trennt sich das Erdöl in seine natürlichen Bestandteile auf. Dazu gehören Erdgas, Benzin, Diesel, Schmieröle bis hin zu Teer. Gase wie Methan bestehen aus einfachen Kohlenwasserstoffverbindungen wie CH4. Benzin ist schon wesentlich komplexer und besteht aus 5-12 aneinanderhängenden Kohlenstoffatomen mit verketteten Wasserstoffatomen. Schmieröle bewegen sich von C20 bis C35. Bitumen sind sehr langkettig und bestehen aus über 80 verketteten Kohlenstoffatomen.

Atmosphärische Destillation von Rohöl, Aufspaltung der Endprodukte nach Temperatur
Bei der Destillation von Erdöl entstehen verschiedene Endprodukte

Das Destillat aus Erdöl muss nach Gewinnung nochmals raffiniert werden, um ein hochwertigeres Grundprodukt zu bilden. Je reiner die Kohlenstoff-Wasserstoff-Verbindung ist, desto leistungsfähiger ist das Öl im Anwendungsfall. Dadurch verbessert sich die Alterungsbeständigkeit, das Viskositäts-Temperatur-Verhalten und das Kaltstartverhalten des Schmieröls.

Herstellung von verschiedenen Schmierölen durch Vakuumdestillation und Cracken
Die Gewinnung der Grundöle für Schmierstoffe geschieht z.B. durch Vakuumdestillation

Durch spezielle Prozesse wie das Cracken oder das Hydrocracken werden weniger wertvolle Bestandteile des Rohöls in wertvolle Schmierstoffe umgewandelt. Beim Cracken werden Kohlenwasserstoffmoleküle der Länge C5 bis C12 aufgebrochen und auf die Größe von Gasen (C2 und C3) reduziert. Daraus werden später synthetische Kohlenwasserstoffe hergestellt wie PAO, PIB oder PIO. Das Hydrocracken beschreibt den Prozess der Zerlegung langkettiger Kohlenwasserstoffverbindungen (> C35) auf Ölmolekülgröße (C20 bis C35). Dabei lagern sich Wasserstoffatome an den aufgebrochenen Stellen an und schließen die Lücken in der Molekülstruktur.

Mineralöl vs. Syntheseöl

Schmierstoffe werden sowohl mit Mineralöl als auch mit Syntheseöl hergestellt. Mineralöl beschreibt dabei ein Öl, welches ausschließlich aus Erdöl gewonnen wird. Es muss mit Trenn- und Reinigungsvorgängen verfeinert werden. Die Molekülstruktur wird dabei nicht verändert. Die Kombination der Grundbausteine ist zufällig und hängt von der jeweiligen Erdölquelle ab, in der sich verschiedene Fremdstoffe befinden können.

Syntheseöl kann ebenfalls aus Erdöl gewonnen werden, jedoch auch aus Kohle oder Pflanzenölen. Hierbei werden kurze Kohlenwasserstoffketten (C2H4 oder C3H6) zu Schmierölmolekülen zusammengesetzt. Syntheseöl muss nicht ausschließlich aus Kohlenwasserstoff bestehen. Es kann Sauerstoff (sythetische Ester, Polyglykole), Phosphor (Phosphorsäureester) oder Silizium (Silikonöle) enthalten sein. Die Molekülstruktur ergibt sich aus dem Bearbeitungsprozess. Ziel ist es, homogene Strukturen ohne unerwünschte Fremdstoffe zu bilden.

Vorteile Nachteile
Mineralöl
  • preiswerte Herstellung
  • großer Verdampfungsverlust bei hohen Temperaturen
  • Kälteverhalten muss meist durch Additive nachgebessert werden
  • Einbereichsöle mit VI von 90-100 mit begrenztem Einsatzgebiet
Syntheseöl
  • gleichmäßige Zusammensetzung
  • hohe Alterungsstabilität
  • geringer Verdampfungsverlust
  • Mehrbereichsöle mit VI von 130 bis 150
  • gutes Kaltstartverhalten bis -40°C
  • erhöhte Herstellungskosten durch zusätzliche Produktionsschritte

Zusammensetzung von Schmierstoffen und Schmierstoff Eigenschaften

Die Eigenschaften von Schmierstoffen lassen sich nicht pauschalisieren. Hier kommt es auf den konkreten Anwendungsfall an, in dem der Schmierstoff wirken soll. Dabei spielen Additive eine wichtige Rolle, die je nach Problemstellung dem Schmierstoff zugefügt (addiert) werden.

Additive Aufgaben
Korrosionsschutz Schutz metallischer Oberflächen vor Feuchtigkeit durch Aufbau einer wasserabweisenden Barriere
Oxidationsschutz Schutz des Grundöls vor hohen Temperaturen und Zersetzung, Eindringen von Sauerstoff ins Öl unterbinden
Verschleißschutz Verhindern von Berührung der Reibpartner bei hoher Belastung, Pittings und Fressen vorbeugen
Detergents/Dispersants Schmutzabtragung zum Filter, Verhindern von Ablagerungen an Bauteilen, Neuralisation von Säuren, verhindern von Schlammbildung
Neutralisation Verhinderung von Säurebildung
Pourpointerniedriger Verbesserung der Fließfähigkeit bei niedrigen Temperaturen, Eindicken des Öls durch Zusammenwachsen der Parafinkristalle wird verhindert
VI-Verbesserer optimiertes Viskositäts-Temperatur-Verhalten bei Kälte sowie bei Wärme, Schmierstoff ist bei Kälte nicht zu dick und bei Wärme nicht zu dünn
Anti-Schaum-Zusatz Verhinderung von Schaumbildung, Bekämpfung der Ölalterung und des Viskositätsanstiegs
Reibwertveränderer Einstellen der passenden Reibwertcharakteristik für spezielle Getriebe und Bremsen
Haftzusätze Verbesserung der Hafteigenschaften an der Oberfläche
Emulgatoren Verbesserung der Wasseraufnahme
Demulgatoren Verbesserung des Wasserabscheidevermögens

Wichtiger Hinweis:

Additive können nur richtig wirken, wenn sie im korrekten Verhältnis dem Grundöl beigemischt werden. Die perfekte Kombination wird mit langwierigen Tests im Labor ermittelt. Mischen Sie daher keine Sonderzusätze in bereits fertig zusammengesetzte Schmierstoffe. Gerade Automobilhersteller raten von einem eigenmächtigen Zusatz von Additiven ab. Es kann passieren, dass der Schmierstoff dann nicht mehr wie gewünscht wirkt und Langzeitschäden an den Reibpartnern entstehen.

Schmierstoffe sind demnach immer aus reinen Grundölen und speziell hinzugefügten Additiven zusammengesetzt, die je nach Einsatzbereich des Öls ausgewählt werden. Der Hauptbestandteil eines Schmierstoffs ist immer das Grundöl, die Additive nehmen etwa 10-20% des Schmierstoffes ein.

Darstellung prozentualer Zusammensetzung eines Schmierstoffs mit Ölfass
Einfache Gleichung: Schmieröl = Grundöle + Additive

Viskosität von Schmierstoffen und Ölen

Die Viskosität, bzw. Zähigkeit ist ein Maß für die innere Reibung eines Öles beim Fließen. Sie ist stark temperaturabhängig:

  • Kalte Öle haben eine große innere Reibung und sind daher hoch viskos
  • Warme Öle haben eine geringere innere Reibung und sind niedrig viskos

Die Viskosität bezeichnet also die Dick-, bzw. Dünnflüssigkeit eines Schmierstoffes. Jedoch ist Viskosität nie ein Qualitätsmerkmal eines Öles. Je nach Anwendungsfall werden Schmierstoffe mit niedriger oder hoher Viskosität benötigt.

Hydrauliköl läuft aus einer Flasche zur Veranschaulichung der Viskosität
Die Viskoität eines Öls entscheidet darüber wie dickflüssig, bzw. wie dünnflüssig es ist

Abnutzung der Schmierstoffe

Durch stetige Belastung, natürliche Alterung und andere Einflüsse kommt es auch bei den Schmierstoffen irgendwann zu einer Abnutzung.

Die häufigsten Gründe für einen Verfall der Schmierstoffe sind:

  • Viskositätsveränderung durch Hitze/Kälte
  • Chemische Verunreinigungen durch Säuren
  • Oxidation
  • Gas- oder Wassereinlagerungen
  • Verschmutzung durch Partikel
  • Abbau der Additive und Verlust der Öleigenschaften

Dann wird es höchste Zeit, einen Ölwechsel vorzunehmen, um keine Schäden an den Reibpartnern zu riskieren und weiterhin eine gute Schmierung der Komponenten zu gewährleisten. Meist bestimmt der Hersteller der Maschinen über Ölwechselintervalle oder aber man kann das verwendete Öl auf seine Eigenschaften testen lassen, um den Zeitpunkt für einen Wechsel herauszufinden.

Ältöl in einem Probenbehälter, stark verunreinigtes schwarzes Öl
Stark verfärbtes Öl mit Schmutzpartikeln nach längerer Benutzung

Schmierstoffe richtig entsorgen

Kommt es zu dem Fall, dass Schmierstoffe nicht mehr wie gewünscht funktionieren, steht man vor der Herausforderung, das Altöl richtig zu entsorgen. Keinesfalls darf man das Öl in den normalen Hausmüll geben oder in den Ausguss gießen. Bereits kleinste Mengen an ausgelaufenem Öl können tausende Liter Grundwasser verunreinigen. Wer bei der Umweltverschmutzung erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

Sicherer und vor allem umweltfreundlicher ist die Entsorgung des Altöls auf folgenden Wegen:

  • Öl beim Händler entsorgen: Dieser ist verpflichtet, das benutzte Altöl kostenfrei zurückzunehmen, um es der Wiederaufbereitung oder Entsorgung zuzuführen.
  • Altölabgabe bei der Kommune: Jede Gemeinde verfügt über einen Recyclinghof oder eine Sammelstelle, bei der alte Schmierstoffe abgegeben werden können. Bei größeren Mengen Altöl können jedoch Kosten entstehen.
  • Altölentsorgung an der Tankstelle: Tankstellen verfügen in der Regel über Sammelbehälter oder Absaugvorrichtungen, in die man das Öl einleiten kann. Man sollte sich vor Abgabe des Altöls informieren, ob dabei Kosten entstehen.
  • Ölentsorgung bei der Werkstatt: Nimmt die Werkstatt einen Ölwechsel vor, entsorgt sie das Altöl meist automatisch.

Achten Sie vor der Entsorgung des Schmierstoffes darauf, dass dieser nicht durch andere Stoffe verunreinigt ist. Außerdem sollten verschiedene Altöle nicht zusammengeschüttet, sondern separat entsorgt werden.

Altöl wird in einen Ölkanister geschüttet
Altöl muss fachgerecht entsorgt werden

Ihr Ansprechpartner

Christian Retschke

Leiter Forschung und Entwicklung

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