4-Takt Öle für Motorräder

4-Takt Öle werden in 4-Takt-Motoren verwendet. Diese werden vornehmlich in Motorrädern, aber auch in Rollern, Mopeds oder Rasenmähern verbaut. Bei Viertaktmotoren werden bewegliche Teile wie Kolben und Kurbelwelle über eine eigenständige Ölzufuhr geschmiert. In vielen Fällen versorgt der Ölkreislauf auch das Getriebe mit, bzw. ist das Getriebe im Motorraum mit integriert. Welches Öl für Ihr Motorrad, Ihren Roller oder Ihr Moped in Frage kommt, liegt ganz an den Herstellervorschriften. Mit unserem Ölfinder können Sie im Zweifel nachsehen, welches 4-Takt Öl für Ihre Maschine zugelassen ist. Wichtig ist dabei die Einhaltung der korrekten SAE-Klasse (Viskosität) und der Spezifikationen nach API oder JASO. Das passende 4-Takt-Öl für Marinefahrzeuge finden Sie hier.

Unsere 4-Takt Öle

ADDINOL POLE POSITION SAE 5W-40

Spezifikationen / Freigaben:

API SN

JASO MA, JASO MA-2

ADDINOL POLE POSITION SAE 10W-40

Spezifikationen / Freigaben:

API SN

JASO MA, JASO MA-2

ADDINOL SUPER RACING 5W-50

Spezifikationen / Freigaben:

API SM

JASO MA, JASO MA-2

ADDINOL POLE POSITION SAE 10W-50

Spezifikationen / Freigaben:

API SN

JASO MA, JASO MA-2

ADDINOL POLE POSITION SAE 20W-50

Spezifikationen / Freigaben:

API SN

JASO MA, JASO MA-2

ADDINOL SUPER RACING 10W-60

Spezifikationen / Freigaben:

API SM

JASO MA, JASO MA-2

Motoröl für Motorräder

Das Motoröl muss bei Motorrädern anderen Ansprüchen gewachsen sein, als bei PKWs. Motorräder laufen bei höheren Drehzahlen und höheren Temperaturen als Autos. Zudem werden die Motoren zumeist mit Luft und nicht mit Wasser gekühlt. Das Öl versorgt neben dem Motor auch Getriebe und Kupplung in einem Kreislauf. Durch das Getriebe ist das Öl einer höheren Scherkraft ausgesetzt als in einem PKW. Daher benötigen Motoröle für Motorräder spezielle Additivmischungen, um der Belastung gewachsen zu sein. Hochdruck-Additive (EP-Additive) schaffen in dem Fall Abhilfe. Motorräder mit Ölbadkupplungen vertragen darüber hinaus keine Additive zur Reibwertminderung wie sie in Leichtlaufölen vorhanden sind. Dadurch steigt die Gefahr, dass die Kupplung durchrutscht. Achten Sie daher auf die Herstellerfreigaben vor dem Ölkauf.

Rennmotorrad der Marke Suzuki mit ADDINOL Motorradöl betrieben
Motorradöle von ADDINOL erfüllen höchste Anforderungen

4-Takt Öl Klassifikationen

Alle Motorradöle von ADDINOL sind durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:

  • Hohe thermische Belastbarkeit
  • Sehr gutes Reinigungsvermögen
  • Sehr gute Korrosions- und Verschleißschutzeigenschaften
  • Leichtlaufcharakter schon ab Kaltstart
  • Kraftstoffeinsparung, verbunden mit höherer Leistung
  • Eignung für alle Motorräder mit luft- und wassergekühlten 4-Takt-Motoren
  • Sichere Funktion nasser Kupplungen auch unter extremen Bedingungen

Die genauere Einteilung der 4-Takt Öle erfolgt über die Einteilung durch SAE-Spezifikationen, API-Spezifikationen und JASO-Spezifikationen. Wir fassen die wichtigsten Spezifikationen für Sie zusammen, damit Sie den Überblick behalten.

SAE Spezifikationen für Motorräder

Die SAE-Klassen wurden von der Society of Automotive Engineers festgelegt. Sie beziehen sich auf die Viskosität von Motorölen bei unterschiedlichen Einsatztemperaturen. Gebräuchlich sind heute Mehrbereichsöle, die in einem breiten Temperaturspektrum eingesetzt werden können und einen konstant stabilen Schmierfilm erzeugen.

Gängige SAE-Klassen für 4-Takt-Öle sind:

Die Zahl vor dem W beschreibt die Wintereignung des Öls. Je kleiner die Zahl ist, desto kälteren Temperaturen ist das Öl gewachsen. Die Zahl nach dem W beschreibt die Viskosität des Öls bei 100 °C. Je höher der Wert, desto leistungsstärker ist das Motoröl.

Bei Motorradmotoren kommen in der Regel keine dünnflüssigen Öle wie 0W30 zum Einsatz, da die hohen Scherbelastungen im Getriebe das Öl zu stark beanspruchen würden.

API Spezifikation für Motorräder

Die API Spezifikationen definieren Mindestanforderungen an Motoröle. Sie werden von dem American Petroleum Institute herausgegeben. Für 4-Takt-Motoren sind die Klassifikationen der Reihe S ausschlaggebend, welche ausschließlich für Benziner gelten. Die Klassen reichen von SA bis SN, wobei der höhere Buchstabe gesteigerte Anforderungen an das Öl widerspiegelt. Seit 2011 gilt die Freigabeklasse API-SN als wichtiges Qualitätsmerkmal für Motoröle.

API Klasse Beschreibung
API-SN
  • Gültig ab 2011
  • Rückwärtskompatibel mit älteren Versionen
  • Höhere Anforderungen an Hochtemperaturschutz, Schlammkontrolle und Dichtungskompatibilität
  • Erhöhte Performance mit vermindertem Kraftstoffverbrauch

JASO Spezifikationen für Motorradöle

Die Japanese Automotive Standards Organisation definiert spezielle Klassen für 4-Takt-Motoren. Die JASO Spezifikationen sind genauer in ihren Anforderungen, was den Einsatz in Motorrädern mit Ölbadkupplungen betrifft. Zum Beispiel haben einige Leichtlauföle für PKWs einen zu geringen Reibwert, wodurch die Kupplung bei Motorrädern durchrutschen kann. Da die API keine Mindestangabe für den Reibwert eines Öles verlangt, hat die JASO diesen entsprechend aufgenommen.

JASO Klasse Beschreibung
JASO MA 1 Für Ölbadkupplungen geeignet
JASO MA 2 Für Ölbadkupplungen geeignet, aber höherer Standard als MA1
JASO MB Nicht für Ölbadkupplungen geeignet, für Motorräder mit Trockenkupplung oder separat geschmiertem Getriebe

Unterschied 2-Takt und 4-Takt Öl

Der Unterschied zwischen 2-Takt Öl und 4-Takt Öl liegt in der unterschiedlichen Bau- und Funktionsweise der Motoren begründet. Bei 2-Taktern wird dem Kraftstoff zumeist das Motoröl direkt beigemischt. 2-Takt Öl muss sich demnach gut mit dem Benzin oder Diesel vermengen. Dadurch werden die beweglichen Teile im Motorraum ausreichend geschmiert. Das Öl wird mit dem Kraftstoff aufgebraucht und muss möglichst rückstandlos verbrennen.

Bei einem 4-Takter erfolgt keine Vermischung zwischen Kraftstoff und Motoröl. Das 4-Takt Motoröl wird in einen separaten Ölkreislauf gefüllt. Das Ölbad versorgt daraufhin Kolben und Kurbelwelle mit ausreichend Schmierung. Darüber hinaus wird in manchen Fällen auch das Getriebe über diesen Ölkreislauf mit geschmiert. Wir haben die wichtigsten Unterschiede noch mal tabellarisch zusammengefasst.

Öl Eigenschaften
2-Takt Öl
  • Gute Mischbarkeit mit Kraftstoff
  • Möglichst rückstandslose Verbrennung
  • Geringer Aschegehalt
  • Geringere Viskosität (Zähflüssigkeit)
4-Takt Öl
  • Druckbeständig und widerstandsfähig
  • Ausgelegt auf lange Standzeiten
  • Hoher Rußanteil
  • Schwer mischbar mit Kraftstoff

Aufgrund dieser unterschiedlichen Eigenschaften von 2-Takt und 4-Takt Ölen ist eine Vermischung beider Öle nicht empfehlenswert. Auch sollte kein 4-Takt Öl in 2-Takt-Motoren und umgedreht gefüllt werden. Es wird zwangsläufig zu Motorschäden kommen, wenn das falsche Öl verwendet wird. 4-Takt-Öl wird im 2-Takt-Motor unsauber verbrennen und Rückstände in Abgasanlage und Motor hinterlassen, welche den Motor zusetzen. Das 2-Takt-Öl hat für einen 4-Takt-Motor nicht die erforderliche Druckbeständigkeit. Der Schmierfilm wird abreißen, es kommt zu Mangelschmierung und erhöhtem Verschleiß.

Wie oft soll das Motorradöl gewechselt werden?

Durch die hohen Drehzahlen und Einsatztemperaturen im Motor, nutzt sich der Schmierstoff ab und altert. Das Öl muss deshalb regelmäßig ausgewechselt werden. Üblich ist ein jährlicher Wechsel oder ein Austausch aller 6.000-10.000 Kilometer. Die genauen Ölwechselfristen für Ihr Motorrad entnehmen Sie bitte den Herstellervorschriften Ihrer Maschine. Diese Angaben variieren von Modell zu Modell.

Ölwechsel beim Motorrad, Motoröl wird in Auffangschüssel abgelassen
Ein Ölwechsel kann bei Motorrad oder PKW auch selbst durchgeführt werden

Ihr Ansprechpartner

Sven Köhler

Produktmanager Automotives / Gasmotorenöle