Motoröl entsorgen

Wenn Sie den Motorölwechsel selbst Zuhause durchführen wollen, um Geld zu sparen, bleibt meist eine Frage offen: Wohin mit dem Altöl? Wir erklären Ihnen, wohin Sie das verschmutzte Motoröl bringen können, welche Vorschriften gelten und was Ihnen bei unsachgemäßer Entsorgung des Altöls droht.

Wie entsorgt man Altöl?

Grundsätzlich gilt: Wer Öl verkauft, ist gesetzlich dazu verpflichtet, die gleiche Menge Altöl kostenlos zurückzunehmen und zu entsorgen. Bewahren Sie beim Ölkauf den Kassenbon auf und bringen Sie das Altöl zurück zum Händler. Dazu füllen Sie das Öl bitte in ein bruchsicheres Gefäß. Sollte Öl beim Transport auslaufen und ins Grundwasser gelangen, können enorme Umweltschäden entstehen. Außerdem ist ein unsachgemäßes Entsorgen des Altöls mit hohen Bußgeldern verbunden. Wenn Sie das Öl nicht persönlich zum Händler bringen können, ist ein Versand per Post in einem abgedichteten Paket ebenfalls möglich. Der Gefahrguttransport ist bei der Post jedoch teuerer als ein normaler Paketversand.

Viele Kommunen haben zudem Altöl-Sammelstellen in Wertstoffhöfen oder Mülldeponien, die das Öl annehmen. Dort können je nach Abgabemenge aber Kosten entstehen. Haushaltsgebräuchliche Mengen von fünf bis sieben Litern können in der Regel kostenfrei abgegeben werden.

Übrigens können Sie nicht nur Altöl abgeben, sondern auch Ölreste in Kanistern, die zum Beispiel nach einem bloßen Auffüllen des Ölstandes übriggeblieben sind und nicht mehr gebraucht werden.

Altöl wird in einen Ölkanister geschüttet

Altöl muss fachgerecht entsorgt werden

Was kostet es, Altöl zu entsorgen?

Wenn Sie das Öl beim Händler abgeben können, fallen bei Ihnen nur die Kosten für den Transport des Altöls an. Haben Sie jedoch die Quittung vom Ölkauf verloren oder wollen das Altöl bei einem nahegelegenen Wertstoffhof abgeben, kommt es ganz auf die Abgabemenge des Motoröls an. Mengen von 5-7 Litern werden zumeist kostenfrei von der Kommune entsorgt. Haben Sie größere Mengen angesammelt, können Entsorgungskosten von 1 bis 3€ pro Liter entstehen.

Kann man Altöl wieder an der Tankstelle abgeben?

Wenn Sie das Öl an der Tankstelle gekauft haben, können Sie nach Vorlage des Kassenbons auf jeden Fall Ihr Altöl wieder an derselben Tankstelle abgeben. Manche Tankstellen bieten auch generell eine Altölentsorgung an. Sprechen Sie den jeweiligen Betreiber an, wo das möglich ist und ob Annahmegebühren anfallen.

Welche Gesetze gelten für die Altölentsorgung?

Im Mai 2002 trat die Novelle der Altölverordnung in Kraft. Folglich ist jeder dazu verpfichtet, gebrauchtes Motoröl der Wiederaufbereitung zuzuführen. Das Altöl kann durch chemische Verfahren von Verunreinigungen befreit und erneut verwendet werden. In Zeiten sinkender Erdölvorkommen lassen sich somit große Mengen des wertvollen Rohstoffes recyclen.

Nur wenn das Öl mit Fremdstoffen wie Bremsflüssigkeit oder Kühlflüssigkeit vermischt ist, kann es vorkommen, dass das Gemisch in Sonderabfallanlagen verbrannt wird. Geben Sie bei der Abgabe das Altöls entsprechend an, wenn Ihnen Verunreinigungen solcher Art bekannt sind.

Sollten Sie das Altöl nicht fachgerecht entsorgen und es beispielsweise in die Umwelt schütten, drohen Ihnen hohe Geldbußen. Schon ein Tropfen Öl kann große Mengen an Grundwasser kontaminieren. Daher sind die Strafen entsprechend hoch. Je nachdem wie viel Altöl weggeschüttet wurde und ob es in oberirdische Gewässer oder das Grundwasser gelangt ist, fallen Geldbußen von 25 € bis 100.000 € an. Bei unsachgemäßer Entsorgung einer normalen Ölfüllmenge eines Motors (ca. 5 Liter) liegt die Strafe bereits bei mehreren Tausend Euro.

Was passiert mit entsorgtem Altöl?

Öl ist ein rarer Rohstoff und wird keinesfalls verschwendet. Das Altöl wird gereinigt und wieder aufgewertet. Dadurch kann der Schmierstoff erneut verwendet werden.

Ihr Ansprechpartner

Mayka Nehrkorn

Produktmanagerin Automotives