HLP 22 von ADDINOL

Hydrauliköle mit der Bezeichnung HLP 22 werden als Druckflüssigkeiten in industriellen und mobilen Anlagen eingesetzt. Sie absorbieren hohen Druck (über 200 bar), schützen vor Verschleiß und verhindern so die frühzeitige Materialalterung

Die Bezeichnung HLP 22 beruht auf der Buchstabenkombination „HLP“ und „22“. Die Vorschrift DIN 51524-2 definiert die Eigenschaften der Hydrauliköle mit dem Zusatz HLP. Es sind Hydrauliköle, denen Alterungsschutz- und Korrosionsschutzadditive sowie Wirkstoffe zur Reibungs- und Verschleißminderung zugesetzt werden. Die Zahl 22 meint die kinematische Viskosität des Hydrauliköls (in mm²/s) bei 40 Grad Celsius. Die jeweiligen Viskositätsklassen wurden in der ISO VG definiert.

Unsere HLP 22 Hydrauliköle

ADDINOL HYDRAULIKÖL HLP 22

Spezifikationen / Freigaben:

DIN 51524-2 (HLP), DIN 51519, ISO 3448, DIN EN ISO 6743-4 (HM)

erfüllt die Anforderungen an:
Bosch-Rexroth

ADDINOL FOODPROOF HLP 22 S

Spezifikationen / Freigaben:

DIN 51524-2 (HLP), DIN 51517-3 (CLP), DIN 51519, ISO 3448, DIN EN ISO 6743-4 (HM)

HLP 22 Viskosität

Die Viskosität von HLP 22 richtet sich nach der definierten Viskositätsklasse der ISO VG (International Organization for Standardization Viscosity Grade). Diese gibt vor, dass sich die kinematische Viskosität des Hydrauliköles bei 40 °C zwischen 19,8 und 24,2 mm²/s einpegeln muss. Die Mittelpunktsviskosität beträgt 22 mm²/s. Öle mit ISO VG 22 sind als recht dünnflüssig und fast wässrig anzusehen. Die ISO VG-Klassen reichen von 2 (sehr dünnflüssig) bis 1500 (zähflüssig).

Was ist der Unterschied zwischen HLP 22 und HLP 46?

Hydrauliköle der Klasse HLP 22 sind in erster Linie niedrig viskoser als Hydrauliköle der Klasse HLP 46. Das geht auf die ISO VG Klassen zurück, denen die Öle angehören. Während die Mittelpunktsviskosität von HLP 22 bei 22 mm²/s liegt, beträgt diese bei HLP 46 logischerweise 46 mm²/s. Mit steigendem Wert erhöht sich die Zähflüssigkeit der Öle.

Weiterhin haben Öle mit HLP 22 einen besseren Pourpoint als HLP 46 und sind damit bei Kälte mit besseren Fließeigenschaften ausgestattet. Dafür haben die Öle mit HLP 46 einen höheren Flammpunkt und sind somit hitzebeständiger als HLP 22.

Welches Öl für Ihre Hydraulik geeignet ist, richtet sich nach dem Anwendungsfall und den Herstellerangaben. Sollten Sie sich unsicher sein, welches Hydrauliköl Sie verwenden müssen, helfen die Experten unserer Anwendungstechnik gern weiter.

Lassen sich HLP 22 und HLP 46 Öle mischen?

Sie können Hydrauliköle der Klassen HLP 22 und HLP 46 miteinander mischen. Die Öle werden eine homogene Masse bilden und sich nicht separieren. Jedoch verändern sich dadurch auch die Öleigenschaften beider Öle. Daher raten wir von der Vermischung ab. Wenn die Eigenschaften der vermengten Öle nicht mehr zu den Herstellerangaben Ihrer Hydraulik passen, kann es zu erhöhtem Verschleiß oder im schlimmsten Fall zu einem Ausfall der Anlage kommen. Füllen Sie immer nur das Öl einer Klasse in Ihre Anlage und wechseln Sie das Öl im Zweifel lieber komplett, anstatt unpassendes Hydrauliköl aufzugießen. Meist gibt der Hersteller ohnehin konkret vor, welche Viskositätsklasse das Schmieröl für die Anwendung haben muss.

Ihr Ansprechpartner

Hans-Jürgen Scholz

Produktmanager Industrieschmierstoffe