Das richtige Zusammenspiel von Getriebeöl und Filter

Die immer höheren Anforderungen an Getriebe verlangen unmittelbar mehr Leistung und Effizienz sowie eine längere Lebensdauer aller Komponenten. Dazu tragen moderne Hochleistungs-Getriebeöle ganz entscheidend bei. Bereits bei der Konstruktion eines Getriebes werden die Schmierstoffe als wichtiges Element mit einbezogen. Bei der Entwicklung eines Getriebeöls muss eine Vielzahl von Herausforderungen berücksichtigt werden: immer kleinere Ölvolumen, höhere Temperaturen, wesentlich bessere Oberflächengüten von Verzahnungen und Lagern, längere Standzeiten und steigende Belastungen. Hinzu kommen je nach Einsatz noch extreme Betriebsparameter. Beim Einsatz in Windturbinen z.B. stehen höchste Belastungen, die abhängig von wechselnden Windstärken häufig und in einem weiten Bereich variieren, Vibrationen, schwankende Umgebungstemperaturen und auch Feuchtigkeit vor allem bei Offshore-Anlagen auf der Tagesordnung. Die eingesetzten Schmierstoffe sollen die unterschiedlichsten Anforderungen erfüllen und gleichzeitig größtmögliche Leistung, maximale Betriebssicherheit sowie Flexibilität und den Langzeiteinsatz sicherstellen. Eine zusätzliche Steigerung der Energieeffizienz ist ein weiterer entscheidender Pluspunkt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Hochleistungs-Getriebeöle
Die Formulierung eines Hochleistungs-Getriebeöls ist für jeden Schmierstoff-Hersteller eine besondere Herausforderung. Die Hersteller von Getrieben und Wälzlagern formulieren strenge Anforderungen an die eingesetzten Schmierstoffe und knüpfen die Freigabe an umfangreiche Eignungs- und auch Verträglichkeitstests.Es gilt, die optimal passenden Grundöle zu wählen und ein Additiv-Package zu kombinieren, welches dem Schmierstoff alle gewünschten Eigenschaften verleiht. Während das Grundöl v.a. Eigenschaften wie Einsatztemperatur und auch Reibwerte beeinflusst, verleihen sorgfältig gewählte Additive u.a. Schutz vor hohen Belastungen und Verschleiß, Anti-Schaum Eigenschaften oder zuverlässige Oxidationsstabilität.

Die erforderlichen Leistungsnachweise werden von den sorgfältig formulierten Hochleistungs-Getriebeölen der ADDINOL Eco Gear Reihe sicher erfüllt bzw. übertroffen und die Öle verfügen über zahlreiche Freigaben namhafter Hersteller. In den Tests und auch in der Praxis stellen die bewährten Hochleistungs-Getriebeöle der ADDINOL Eco Gear Reihe ihre große Leistungsreserve unter Beweis. Die stabile Kombination von Antioxidantien verlangsamt den Alterungsprozess deutlich, Laufzeiten von 7 bis 10 Jahren sind bei guter Pflege erreichbar. Aber auch hochwertige Öle unterliegen in der Praxis einem Alterungsprozess und sind nicht unendlich einsatzfähig. Neben Alterungsprodukten, die aus hohen Beanspruchungen resultieren, gelangen auch Schmutzpartikel, Staub und Feuchtigkeit ins System. Aus diesem Grund ist es wichtig, in modernen Windkraftanlagen den Einsatz leistungsfähiger Schmierstoffe mit modernen Filtersystemen zu kombinieren. Denn dank einer leistungsfähigen Filtration mit hohem Abscheidegrad werden die hervorragenden Eigenschaften der ADDINOL Eco Gear Öle entscheidend unterstützt.

Leistungsfähige Filtersysteme
Auch die Windturbinen eingesetzten Filtersysteme müssen zunächst umfassend geprüft und freigegeben werden. Nur so kann die technische Funktionalität einer Windturbine von Anfang an und über einen langen Zeitraum (> 20 Jahre) sichergestellt werden.

Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Filtersystemen ist die Filtrierbarkeit des eingesetzten Schmierstoffes. Um Funktion, Eignung und Kompatibilität von Filter und Schmierstoff zu prüfen, werden Filtrierbarkeitstests durchgeführt. Hier erreichen die ADDINOL Eco Gear Getriebeöle Bestwerte und sind entsprechend von den fünf wichtigsten Filter- und Pumpsystem-OEM (siehe Anhang) freigegeben.
– HYDAC
– INTERNORMEN
– CC JENSEN (CJC)
– MAHLE
– PALL

Die Reinheitsklassen der eingesetzten Schmierstoffe werden von Getriebe- und Anlagenhersteller definiert und sollten anhand von regelmäßigen Ölanalysen überwacht werden. Wälzlagerhersteller fordern in der Regel Partikelgrößen ≤ 4 µm.

Die heute eingesetzten Filtersysteme setzen sich aus zwei Filtereinheiten zusammen: Es wird ein Hauptstromfilter (10 – 20 µm) in Kombination mit einem feinen Bypass-Filter (3 – 5 µm) entsprechend der Herstelleranforderungen verwendet.

Der Bypass-Filter zeichnet sich durch einen begrenzten Druck und eine begrenzte Durchflussrate aus. Filterfeinheiten kleiner 3 µm erfordern in Windturbinen einen sehr hohen Aufwand bzw. eine sehr große Bauform und sind damit kaum realisierbar bzw. nicht praktikabel. Zudem macht auch ein besonders feiner Filter aus einem schlechten Getriebeöl kein gutes!

Fazit
Nur in der Kombination aus gutem Öl und gutem Filter werden in der Praxis beste Ergebnisse erreicht und der sichere Betrieb aller Komponenten trotz hoher Belastungen und bei langen Einsatzintervallen sichergestellt.