Ayurveda für ein Getriebe

Getriebeanlagen sind in allen Industrien unentbehrliche Bauteile. Ihr Betrieb erfolgt häufig unter extremen Bedingungen. Dabei werden neben Zahnrädern und Lagern auch die Schmierstoffe hoch belastet. Deshalb ist es sehr wichtig, diese sorgfältig auszuwählen. Dann können sie sogar heilend wirken.

Graufleckigkeit, Pittings, scharfe Kanten oder gar Ausbrüche – die Schadensbilder sind vielfältig. Hans-Joachim Haak, ein Experte für Industriegetriebe, weiß:  „Viel zu oft wird zu spät reagiert. Dabei können selbst fast neue Getriebe von Verschleiß bedroht sein. Weisen etwa Zahnradflanken in verschiedenen Tragbildbereichen der Zahnflanken ein graumattes Erscheinungsbild auf, so stecken dahinter kleinste Oberflächenrisse mit einer Größe von ca. 10 µm. Diese Graufleckigkeit (Micropitting) ist nichts anderes als ernstzunehmender, beginnender Verschleiß. Sie tritt bei Misch- und Grenzreibung an Zahnrädern und in Wälzlagern auf. Der Verlauf dieses Prozesses hängt ab vom Typ des Getriebes, der Oberflächenrauheit der Verzahnungen, den Betriebsbedingungen, speziell der Höhe der Belastungen, sowie den physikalischen und chemischen Eigenschaften und damit der Lasttragfähigkeit des Schmierstoffs.“

Schäden an Zahnrädern und/oder Lagern können zum Ausfall des Getriebes und damit auch zum Stillstand der Produktion führen. Oft lassen sich jedoch auch bereits geschädigte Getriebe dank einer Umstellung auf einen Hochleistungs-Schmierstoff weiter betreiben, zumindest so lange, bis ein entsprechendes Ersatzaggregat zur Verfügung steht. Das kann in einigen Fällen Jahre andauern. Haak: „Dank Umstellung auf das Hochleistungs-Getriebeöl ADDINOL Eco Gear haben wir schon so manchen „Ausfall-Kandidaten“ trotz Blessuren noch sanieren können. So wurde die Graufleckigkeit bei der Ritzelwelle eines Zementmühlengetriebes gestoppt.“

Bevorzugte Anwendungsbereiche für Eco Gear M sind Getriebe in der Stahlindustrie, im Bergbau sowie in der Zementindustrie. Eco Gear S wird auch in Windkraftanlagen und in Extrudergetrieben eingesetzt. Auch bei größeren Schädigungen konnte geholfen werden. So gelang es etwa, die scharfen Ausbrüche an nahezu allen Zahnflanken eines vergüteten Abtriebsrades eines Walzwerkgetriebes wieder einzuglätten.

Für ein Hubwerksgetriebe aus den 1950er-Jahren kam die Rettung buchstäblich in letzter Minute. Die Ausbrüche am Tellerrad des Kegeltriebs waren so groß, dass ein Ausfall kurz bevorstand. Ein Ersatzteil war nicht verfügbar. Allerdings gelang es durch Umstellung des Getriebeöls den Betrieb noch mehrere Monate aufrechtzuerhalten, bis das maßgefertigte neue Kegelritzel eingebaut werden konnte.

Hans-Joachim Haak: „Die größte Anlage, in der ADDINOL Eco Gear seine Wirksamkeit unter Beweis stellen konnte, war ein Schaufelradbagger im Braunkohle-Tagebau. Das Hauptgetriebe des Baggers wird mit 2.800 Litern Getriebeöl geschmiert. Das Abtriebsrad des Getriebes verfügt über insgesamt 532 Zähne. Die Belastungen für die Verzahnungen sind enorm hoch. Stöße und Vibrationen machen diesem Getriebe genauso zu schaffen wie Schmutz, Kohlenstaub und Feuchtigkeit. Bei einer Inspektion des Getriebes wurden deutliche Verzahnungsschäden entdeckt. Das ist nicht ungewöhnlich bei diesen Belastungen.

Das Ausmaß der Schäden erwies sich jedoch als äußerst bedenklich. Offensichtlich war das bisher eingesetzte Getriebeöl den baggerspezifischen Belastungen und den Verzahnungsabweichungen nicht gewachsen. Daher erfolgte die Umstellung des Getriebes auf ADDINOL Eco Gear. Bei der nächsten Inspektion nach etwa einem halben Jahr wurde geprüft, ob der Schmierstoff die erwartete Wirkung auch im Getriebe entfalten konnte. Es wurde sofort ersichtlich, dass sich der Zustand der Zahnflanken deutlich verbessert hatte. Das Hochleistungs-Getriebeöl hatte seine Bewährungsprobe bestanden. Die scharfen Kanten der alten Ausbrüche waren bereits verrundet. Die Einglättung der Ausbrüche war abgeschlossen. Das Getriebe läuft seitdem stabil und störungsfrei.

Moderne Getriebeöle – Die Eco Gear Reihe von ADDINOL
Die ADDINOL Getriebeöle der Eco Gear Reihe wurden in enger Zusammenarbeit mit führenden Instituten, Getriebe- und Anlagenherstellern entwickelt. ADDINOL Eco Gear S und M mit Surftec® passen sich den wechselnden Belastungen in der Verzahnung an und erhöhen deren Tragfähigkeit. Graufleckigkeit und Pittings wird gezielt vorgebeugt, selbst bereits vorgeschädigte Oberflächen werden wieder eingeglättet und laststabilisiert. Während das mineralölbasische ADDINOL Eco Gear M ideal für milde Klimate und konstante Temperaturverhältnisse ist, meistert das synthetische ADDINOL Eco Gear S schwankende Temperaturen in einem weiten Bereich.

Artikel erschienen in Instandhaltung 03/2014 (für Artikel hier klicken)

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